Datum: 22. Juni 2026 um 15:40 Uhr
Einsatzart: T03 – VU Bergung + Öl
Einsatzort: St. Johann i.S.
Fahrzeuge: HLF-3 , RF-A , MTF
Weitere Kräfte: FF Gleinstätten , FF Großklein , FF Prarath , Straßenmeisterei
Einsatzbericht:
8 Kilometer lange Hitzeschlacht: Vier Feuerwehren wegen massiver Betriebsmittelspur im Einsatz
Am Montagnachmittag, dem 22. Juni 2026 um 15:40 Uhr, wurden wir mit dem Alarmstichwort „T03V – Verkehrsunfall mit verletzter Person“ alarmiert. Beim Abrufen des Einsatzbefehls im Rüsthaus konnte zum Glück rasch aufgeatmet werden: Es gab keine verletzten Personen, allerdings forderte uns die tatsächliche Lage auf ganz andere Weise.
Aus einem Kreisverkehr wurden 8 Kilometer
Der vermeintliche Einsatzort sollte der Kreisverkehr bei Gündorf/Radiga sein. Vor Ort stellten die ersten Kräfte jedoch schnell fest, dass hier kein Ende der Betriebsmittelspur in Sicht war. Nach einer kurzen Erkundung, entscheidenden Hinweisen von aufmerksamen Verkehrsteilnehmern und intensivem Funkkontakt mit der Florianstation wurde das wahre Ausmaß sichtbar:
Die rutschige Spur zog sich über eine unglaubliche Länge von rund 8 Kilometern – vom Kreisverkehr bei der Waschanlage / Spar St. Johann bis nach Gleinstätten!
Schweißtreibende Arbeit bei 30 Grad
Aufgrund der enormen Länge der Verschmutzung wurde in engem Kontakt mit der zuständigen Straßenmeisterei ein koordinierter Einsatzplan geschmiedet. Für unsere Wehr wurde festgelegt, dass der Abschnitt von der Kurve „Solstufe“ bis zum Ende unseres Löschbereichs, kurz nach dem Anwesen der Fam. Sauer im Priestergraben, Bindemittel aufgetragen werden soll. Das spätere maschinelle Abtragen des Materials sowie die Nachlieferung von frischem Bindemittel übernahm dankenswerterweise direkt die Straßenmeisterei.
Dennoch hieß es für die eingesetzten Einsatzkräfte: Einsatz-Jacke aus und Ärmel hochkrempeln! Gemeinsam mit den (nach-) alarmierten Kameraden der FF Großklein, FF Prarath und FF Gleinstätten schwangen wir bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad für rund 3 Stunden unermüdlich den Besen auf dem heißen Asphalt, um die Fahrbahn wieder sicher zu machen.
Abkühlung beim Literwirt
Nachdem die sprichwörtliche Hitzeschlacht geschlagen und die Gefahr gebannt war, trafen sich die eingesetzten Feuerwehren zur gemeinsamen Nachbesprechung auf dem Parkplatz beim an diesem Tag geschlossenen Literwirt. Hier wartete eine großartige Überraschung auf die durstigen Kameraden: Der Inhaber des Literwirts versorgte ebenso alle Einsatzkräfte spontan mit kühlen Getränken!
Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei Walter vom Literwirt für diese großzügige und erfrischende Spende! Ein ebenso großes Danke gilt der Straßenmeisterei für die reibungslose Koordination sowie den Kameraden der FF Großklein, FF Prarath und FF Gleinstätten für die wie immer hervorragende, wehrübergreifende Zusammenarbeit.
Fotos & Bericht: LM d.V. Stefan Peitler






