Am Donnerstag, dem 16. April 2026, fand unsere Monatsübung am Bauhof der Gemeinde statt, wo dieses Mal ein besonders forderndes Szenario für die Mannschaft geplant und organisiert wurde. Übungsziel war die strukturierte Abarbeitung eines Verkehrsunfalls mit einer eingeklemmten Person und einer bewusstlosen Person außerhalb des Fahrzeugs.
Realistisches Szenario zum Übungsstart
Um die Situation so naturgetreu wie möglich zu gestalten, wurde bereits vorher ein Übungsfahrzeug auf die Seite gelegt und ein Mitglied unserer Feuerwehrjugend stellte sich dankenswerterweise als Verletztendarsteller zur Verfügung und wurde als reglose Person außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs neben dem Wrack positioniert.
Die anwesenden Kameraden wurden noch beim Rüsthaus-Gelände auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt und über die Einsatz-Lage informiert. Auf Anfahrt teilten die jeweiligen Gruppenkommandanten die Arbeiten ein und mussten beim Ankommen die Lage erkunden.
Die Besatzung des erstankommenden Fahrzeugs konzentrierte sich auf die Erstversorgung und Betreuung der verletzten Person.
Der zweite Trupp widmete sich zeitgleich dem Fahrzeug. Hier lag das Hauptmerkmal auf der korrekten Stabilisierung des PKW, um ein gefahrloses Arbeiten für Retter und Patienten in den nächsten Schritten zu ermöglichen.
Vertiefung der Techniken in zwei Fachbereichen
Nach der ersten Phase wurden die Gruppen zusammengeführt, um die weiteren Schritte unter Anleitung unserer erfahrenen Kameraden und Übungsleiter detailliert durchzugehen:
Sanitätsdienstliche Versorgung: Unter der Leitung unseres Sanitätsbeauftragten HLM Markus Kröll wurde die korrekte Versorgung und der schonende Transport des Patienten beübt. Hierbei wurde besonders auf die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst geachtet.
Technische Menschenrettung: Beim Fahrzeug, organisiert und vorbereitet von HBM Friedrich Hafner, wurde nun davon ausgegangen, dass sich noch eine weitere Person im Inneren befindet. Gemeinsam wurden weitere Stabilisierungsmöglichkeiten besprochen. Im Anschluss kamen die schweren Geräte zum Einsatz: Die hydraulischen Rettungsgeräte (Schere, Spreizer und Rettungszylinder) wurden genutzt, um Techniken wie die Erstöffnung (Schaffung des ersten, schnellsten Zugangs), den inneren Retter (Betreuung im Fahrzeug) sowie die Zweitöffnung zur endgültigen Befreiung zu perfektionieren.
Fazit der Übung
Solche realitätsnahen Übungen sind essenziell, um im Ernstfall ruhig und koordiniert handeln zu können. Besonders das Zusammenspiel zwischen technischer Rettung und medizinischer Erstversorgung stand heute im Fokus und funktionierte hervorragend.
Ein großes Dankeschön an unseren freiwilligen „Patienten“ aus der Jugend und an die Übungsleiter für die professionelle Vorbereitung dieses Szenarios!
Fotos: HBI Walter Wallner
Bericht: LM d.V. Stefan Peitler